Ferrara

Mitten in der Poebene gelegen, präsentiert sich Ferrara mit der intakten Atmosphäre seiner Vergangenheit, harmonisch verbunden mit der seiner lebendigen Gegenwart, umgeben von Mauern.

Die verwinkelten mittelalterlichen Straßen, auf wundersame Weise intakt, in die die Sonne kaum eindringt, folgen dem Lauf eines verschwundenen Flusses. Im Palazzo Schifanoia blickt die Pracht der Vergangenheit noch immer von den prächtigen Decken und Fresken der Sala dei Months auf uns, wo die Größe des Herzogs Borso im größten und raffiniertesten Kalender gefeiert wird, den die Kunst uns hinterlassen hat.

Ein historisches Zentrum, ein Weltkulturerbe

Das Zentrum ist der bevorzugte Ort für Versammlungen, Animationen und Unterhaltung, dominiert von den Gebäuden der Macht: die Kathedrale, deren romanische und gotische Fassade einer großen Geschichte gleicht, in deren Zentrum das Weltgericht gelesen wird, und das Estense-Schloss. das bringt den Pomp der Salons mit den blutigen dunklen Erinnerungen zusammen.

Das berühmteste Bild ist sicherlich das seiner großen Renaissance, der Epoche des Glanzes des Estener Hofes, die überall unauslöschliche Spuren hinterlassen hat: im kolossalen Projekt der Addizione Erculea, in den eindrucksvollen Bildzyklen des fünfzehnten und sechzehnten Jahrhunderts und im Jüngsten Gericht des Bastianino.

Seit 1995 ist das historische Zentrum von Ferrara von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen worden. Es ist ein bewundernswertes Beispiel für eine Stadt, die im Renaissancestil erbaut wurde und deren historisches Zentrum intakt bleibt. Die dort zum Ausdruck gebrachten städtebaulichen Kanone haben die Entwicklung der Stadtplanung in den folgenden Jahrhunderten entscheidend beeinflusst.